Hallo ihr Lieben,
Mittlerweile bin ich schon 10 Tage hier, und langsam aber sicher kehrt eine Art Alltag ein. Das liegt vor Allem daran dass ich mich an die meisten Sitten langsam gewöhne/sie weiß. Ich stoße bestimmt noch auf viele Dinge die mir komisch/neu/spannend vorkommen werden, aber deswegen bin ich ja hier :) Hier mal eine Liste der Sachen an die ich mich mittlerweile gewöhnt habe:
1.) Kälte --> siehe letzter Blog Eintrag ;)
2.) Wie in Russland gibt es hier eine eigene "in der Schlange-stehen-Kultur". Fast überall wo man in einer Warteschlange steht, zieht man eine Nummer. Dem Problem der Warteschlange vor der Nummernmaschine, hat sich allerdings noch niemand angenommen...
3.) Gleichberechtigung wird nicht groß geschrieben. Kein Binnen I, und keine Floskeln die darauf hinweisen "Frauen sind eh mitgemeint", es wurde einfach ein neues Wort eingeführt das weder er (han) noch sie (hun) ist sondern einfach "hen". Gleichberechtigung geht in den meisten Fällen sogar so weit dass es keine getrennten Klos gibt, sondern einfach einzelne Kabinen, für die Männer und Frauen in der gleichen Schlange anstehen -eine großartige Idee!
4.) Sonntagsöffnungszeiten, alles hat am Sonntag offen, was allerdings weniger Schock ist, sondern mehr eine Unterstützung der Planungsfaulheit...
5.) Es ist gesetzlich geregelt, dass Kinder Reflektoren tragen müssen, sowohl einer der von vorne als auch einer der von hinten sichtbar ist. Die meisten Jacken haben diese Reflektoren ohnehin, ansonsten tragen die Kinder Reflektorenketten. Bei Erwachsenen wird es empfohlen welche zu tragen, und es sind tatsächlich viele Erwachsene (und jetzt auch ich :D) mit solchen Reflektoren ausgestattet, diese oft in coolem Design
6.) Dass die Menschen in Schweden generell offener/freundlicher sind, zeigt sich vor Allem daran, dass Professor_innen geduzt werden, bzw. beim Vornamen angesprochen werden. Auch sonst ist der Umgang mit lehrenden ein sehr freundschaftlicher, aber nicht weniger respektvoller --> auch etwas was ich hervorragend finde.
7.) Das einzige Geschäft welches nicht am Wochenende offen hat ist "Systembolaget". Dieses hat auch Freitags nur bis 19:00 offen, aus dem Grund weil es der einzige Ort ist an dem Alkohol gekauft werden kann. Ich sage euch wer sich über den Billa am Praterstern am Sonntag aufregt muss mal in den Systemboalget Freitag um 18:00 gehen. Allerdings kann man sich sicher sein auf Studienkolleg_innen zu treffen :D
8.) Die Datumsangaben, vor allem wenn um einen Termin gebeten wird, werden in Wochen gemacht. zum Beispiel: Die Hausaufgabe für Woche 4 ist..., ein bisschen gestresst hat mich dass insofern, da ich dachte dass ich die HÜ für die vierte Kurswoche, aber damit war die Kalenderwoche gemeint...
9.) Noch etwas was ich hier sehr genieße ist, dass generelle Rauchverbot in geschlossenen Räumen. Aber auch dafür haben Schwed_innen eine geniale Lösung: Kautabak. Der stört wirklich nicht, und wird auch gerne mal währen der Übung auf der Uni, in der Straßenbahn,... genossen. Nachdem es jedoch relativ grauslich aber notwendig ist in irgendwann auszuspucken, gibt es dafür Dosen, auf der einen Seite die portonierten Filterpäckchen mit Kautabak, auf der anderen Seite Platz um die gekauten Päckchen wieder auszuspucken. Das ist zugegeben schon ein bisschen grauslich, aber bei Weitem besser als der Gestank von normalen Zigaretten.
Bis bald
Verena
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| Ich habe mein Fahrrad mal stehen lassen... |
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| Schneechaos in Göteborg |
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Bei einer der viiielen Infoveranstaltungen
Am Bild Ich, eine Finnin, ein Österreicherin, zwei Griechinnen und noch eine Österreicherin |
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Fika ganz klassisch- Kaffe und Kallebulle...
Kallebulle ist so gut ich hab gleich abbeißen müssen |