Was sich so in Österreich tut geht natürlich nicht spurlos an mir vorbei. Das Wahlergebnis von Sonntag hat in mir (und in vielen anderen wahrscheinlich auch) Wut, Schock und Hass hervorgerufen. Hass. Ein starkes Wort für ein starkes Gefühl. Ein negatives Gefühl, dabei bin ich doch ein so positiv denkender Mensch. Zum Glück habe ich ein großartiges soziales Umfeld, eine Familie die mich unterstützt und liebt, ich habe bis jetzt großartige Bildung genossen und darf es auch immer noch. Dadurch gibt es in mir ein Gefühl das viel stärker ist als Hass, Liebe.
Es war schwer bei dem Ergebnis einen klaren -positiven- Gedanken zu fassen, Auswandern/in Schweden bleiben schien eine gute Lösung. Auf der anderen Seite schrie als in mir nach kämpfen. Auch wenn es zwei sehr verlockende Gedanken sind -sie bringen nichts.
Ich habe kämpfen noch nie gemocht. Kämpfen bedeutet es gibt eine Verliererin. Verliererin zu sein bedeutet in etwas schlechter zu sein. Ich will nicht kämpfen, ich will weder eine Gewinnerin noch eine Verliererin sein. Nicht nur deswegen habe ich mich dagegen entschieden zu Kämpfen. Den kämpfen würde der FPÖ/Herren Hofer nur in die Hände spielen. Die FPÖ versucht zu polarisieren, das kann jedoch nur gelingen wenn ein Gegenpol geboten wird -zum Polarisieren gehören zwei Seiten. Solange gekämpft wird, gibt es zwei Seiten. Ich möchte stattdessen aktiv sein.
Ich will Menschen treffen, mit ihnen reden und etwas Gemeinsames schaffen -das geht nicht wenn ich mein Gegenüber bekämpfe.
Um gut mit Menschen reden zu können, ohne sie zu verurteilen, muss ich sie verstehen. Hier ist mein -erster- Versuch FPÖ/Hofer Wählerinnen zu verstehen.
Ich glaube Menschen die sich entscheiden ihr Kreuzerl neben die FPÖ/Hofer zu setzen haben Angst. Angst ist vollkommen natürlich. Angst ist ein Urinstinkt es gibt sie seit es Menschen gibt und es wird sie geben solange es Menschen gibt. Angst tritt in Situationen ein die wir nicht einschätzen können, unser Gehirn kennt in solchen Situationen nur Flucht oder Kampf. Ein Instinkt lässt klares/ruhiges nachdenken nicht zu -klar es geht ja ums Überleben. Menschen haben Angst vor Unbekanntem, auch das ist nachvollziehbar. Warum aber haben Menschen Angst vor Menschen? Ein Mensch ist doch nichts unbekanntes?
Ich bin überzeugt, dass Menschen nicht von sich aus Angst vor Menschen haben. Diese Angst ist künstlich produziert, durch Parteien wie der FPÖ und durch Personen wie Herrn Strache oder Herrn Hofer. Falsche Fakten und das Erstellen eines Feindbild (in dem Unbekanntes -also angst machendes betont wird) sind der Nährboden für Angst. Die FPÖ erschafft diesen Nährboden der Angst selbst, wahrscheinlich bemerken sie es selbst gar nicht. Durch das permanente Betonen von Unterschieden kann Angst wachsen.
Und wer Angst hat denkt nur mehr an Kampf oder Flucht. Schwarz oder Weiß.
Ich unterstütze das nicht. Ich möchte in einer bunten Welt leben. Kämpfen bedeutet genauso verlieren oder gewinnen. Schwarz oder Weiß.
Ich werde nicht kämpfen.
Ich will aktiv sein, ich will Menschen kennen lernen, mit ihnen ins Gespräch kommen. So können viele Menschen meine Welt bunter machen, und ich ihre.
Übersehe ich etwas? Kann mir jemand helfen meine Mitmenschen ein Stück zu verstehen? Verstehe ich etwas falsch?
Ich würde mich freuen wenn viele mit mir aktiv sind, und mir helfen die Welt ein Stück besser zu verstehen. Ihr könnt mir gerne hier in den Kommentaren eure Gedanken da lassen, oder falls ihr kein Googel Konto habt via Facebook/Mail.
Für alle die am laufenden bleiben wollen, was sich auf meinem Erasmus Semester in Göteborg so tut :) Ihr seid auch herzlich eingeladen, Leute die ich so semi-kenne und fragen "Hey, wie geht es eigentlich Verena in Schweden?" den Link geben. Viel Spaß beim Lesen!
Mittwoch, 27. April 2016
Freitag, 11. März 2016
Vom Schnupfen und Schnuppern
Hallo meine Lieben,
In den letzten Wochen durfte ich ein bisschen in das Bildungssystem hineinschnuppern und in das Gesundheitssystem hineinschnupfen...
Das mit dem Gesundheitssystem ausprobieren war allerdings nicht ganz so geplant... Aber gut ich wollte Abenteuer ich hatte Abenteuer... Geschichte dazu ganz kurz: Ich hatte letzte Woche (Woche 9) eine Erkältung der Version "mit alles- ohne Fieber", und nachdem die Ohrenschmerzen nicht von selbst gegangen sind, habe ich beschlossen eine Ärztin/ein Arzt muss her. ABER nachdem ich ja nur ein halbes Jahr da bin habe ich keine "Personnummer" das und die sprachlichen Barrieren (bis dahin dachte ich, ich habe die einzige Person in Schweden getroffen die kaum Englisch kann) haben dazu geführt dass ich ein bisschen länger auf Schmerzmittel habe warten müssen. Am nächsten Tag beim Arzt habe ich mein Rezept für Ohrentropfen bekommen, und konnte mein Abenteuer in der Apotheke fortsetzen. Mit der zweiten schlecht englisch sprechenden Person in Schweden. Dabei habe ich gemerkt die Berichterstattung über Tagespolitik in Österreich in Schweden muss schlimm sein, nachdem ich gefragt worden bin ob ich ein Flüchtling bin (Ja die Apothekerin hatte das groß vor sich stehen das ich Österreicherin bin). Dann gab es endlich Ohrentropfen für mich und ich war innerhalb zwei Tage wieder fit für den Kindergarten.
Wenn ich nicht gerade die Zeit damit verbracht habe meinen Schnupfen zu bekämpfen, war ich in der Pre-school. Dazu bin ich über einen Kurs auf der Uni gekommen, und bin wieder in das Praktikantinnen Dasein zurück katapultiert worden. Yeah... so richtig mit Praxislehrerin und Praxisberichten... wuhu. Die Pre-school in der ich bin ist leider nur wenig aussagekräftig was das schwedische Bildungssystem angeht, weil sie nämlich nach einem aus Amerika kommenden Konzept (Highscope approach) arbeiten. Das sagt mir leider gar nicht zu, weil das einen ziemlich genauen Zeitplan und penible Planung vorsieht. Cool ist allerdings der Personalschlüssel (der gleich mit dem Schwedischen ist) 2 voll ausgebildete Lehrer_innen pro Klasse. Bei den 0-3 jährigen (wo ich bin) sind 12 Kinder pro Klasse. Außerdem ist die Ausstattung zum Neidisch werden, nicht nur die Räumlichkeiten (Light Room, Music and Movement Room, Couchion Room,...) sondern vor allem die technische Ausrüstung einer jeden Klasse ist geschätzt soviel Wert wie die einer ganzen Region in Wien. Sprich: jede Klasse ein iPhone, einen PC Arbeitsplatz, 4 Beamer für die gesamte Schule, Tablets, in den Klassen mit älteren Kindern ebenfalls Computer,...
Jetzt habe ich noch eine Woche Praktikum UND meinen ersten Besucher <3 (Vali) mit dem werde ich dann auch nächste Woche nach Kiruna fahren und hoffentlich die Nordlichter sehen, wenn es Fotos gibt dann werde ich bestimmt ein paar hochladen
Liebe Grüße
Verena
In den letzten Wochen durfte ich ein bisschen in das Bildungssystem hineinschnuppern und in das Gesundheitssystem hineinschnupfen...
Das mit dem Gesundheitssystem ausprobieren war allerdings nicht ganz so geplant... Aber gut ich wollte Abenteuer ich hatte Abenteuer... Geschichte dazu ganz kurz: Ich hatte letzte Woche (Woche 9) eine Erkältung der Version "mit alles- ohne Fieber", und nachdem die Ohrenschmerzen nicht von selbst gegangen sind, habe ich beschlossen eine Ärztin/ein Arzt muss her. ABER nachdem ich ja nur ein halbes Jahr da bin habe ich keine "Personnummer" das und die sprachlichen Barrieren (bis dahin dachte ich, ich habe die einzige Person in Schweden getroffen die kaum Englisch kann) haben dazu geführt dass ich ein bisschen länger auf Schmerzmittel habe warten müssen. Am nächsten Tag beim Arzt habe ich mein Rezept für Ohrentropfen bekommen, und konnte mein Abenteuer in der Apotheke fortsetzen. Mit der zweiten schlecht englisch sprechenden Person in Schweden. Dabei habe ich gemerkt die Berichterstattung über Tagespolitik in Österreich in Schweden muss schlimm sein, nachdem ich gefragt worden bin ob ich ein Flüchtling bin (Ja die Apothekerin hatte das groß vor sich stehen das ich Österreicherin bin). Dann gab es endlich Ohrentropfen für mich und ich war innerhalb zwei Tage wieder fit für den Kindergarten.
Wenn ich nicht gerade die Zeit damit verbracht habe meinen Schnupfen zu bekämpfen, war ich in der Pre-school. Dazu bin ich über einen Kurs auf der Uni gekommen, und bin wieder in das Praktikantinnen Dasein zurück katapultiert worden. Yeah... so richtig mit Praxislehrerin und Praxisberichten... wuhu. Die Pre-school in der ich bin ist leider nur wenig aussagekräftig was das schwedische Bildungssystem angeht, weil sie nämlich nach einem aus Amerika kommenden Konzept (Highscope approach) arbeiten. Das sagt mir leider gar nicht zu, weil das einen ziemlich genauen Zeitplan und penible Planung vorsieht. Cool ist allerdings der Personalschlüssel (der gleich mit dem Schwedischen ist) 2 voll ausgebildete Lehrer_innen pro Klasse. Bei den 0-3 jährigen (wo ich bin) sind 12 Kinder pro Klasse. Außerdem ist die Ausstattung zum Neidisch werden, nicht nur die Räumlichkeiten (Light Room, Music and Movement Room, Couchion Room,...) sondern vor allem die technische Ausrüstung einer jeden Klasse ist geschätzt soviel Wert wie die einer ganzen Region in Wien. Sprich: jede Klasse ein iPhone, einen PC Arbeitsplatz, 4 Beamer für die gesamte Schule, Tablets, in den Klassen mit älteren Kindern ebenfalls Computer,...
Jetzt habe ich noch eine Woche Praktikum UND meinen ersten Besucher <3 (Vali) mit dem werde ich dann auch nächste Woche nach Kiruna fahren und hoffentlich die Nordlichter sehen, wenn es Fotos gibt dann werde ich bestimmt ein paar hochladen
Liebe Grüße
Verena
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| Unbekannter Himmelskörper -die Bevölkerung ist dazu aufgefordert sich vor der noch unbekannten Gefahr zu schützen |
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| Und auch jetzt Mitten im März macht Göteborg noch einen auf Winter Wonderland... |
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| Kulturelles Pflichtprogramm: Eishockey - Ja, vi älskar Frölunda!!! |
Dienstag, 16. Februar 2016
A picture says more than 1000 words/ Malmö and Copenhagen
Kurzurlaub nach Malmö und Kopenhagen 11.2-14.2
| Rundum Malmöhus/ es gibt Windmühlen auch außerhalb der Niederlande |
| Im Zweifelsfall: einfach mal fika machen :D |
| Turning Torso: von unten nach oben dreht er sich um 90° |
| Oper in Kopenhagen |
| Tanja und Michelle, die so mutig waren und mir die Navigation überlassen haben.... |
| Kopenhagen von oben-extra für euch mit Schnee |
| Der Klassiker durfte nicht fehlen... |
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| So individuell und kreativ habe ich mich schon lange nicht mehr gefühlt- es quasi niemand auf die Idee gekommen ein Selfie mit der Meerjungfrau zu machen... |
| Hipsteralarm: Streetfoodmarket in Kopenhagen |
Sonntag, 31. Januar 2016
Archipelago/Schäreninseln
Die Temperaturen sind seit ein paar Tagen um die Null Grad oder sogar höher, das heißt der viele Schnee ist weg, und ich bin mit meiner Buddy Group auf eine der Schäreninseln (auf Styrrsö) gefahren. Die Landschaft ist unbeschreiblich schön, und ich werde auf alle Fälle mit all meinen Besucher_innen dorthin fahren, vor Allem wenn das Wetter (noch) besser ist ;) Besonders lässig an den Inseln sind zwei Tatsachen:Erstens, nachdem die Fähren die dorthin fahren nur ganz kleine Personenfähren sind, gibt es keinen Autoverkehr. Bewohner_innen fahren entweder mit dem Fahrrad oder kleinen Elektroautos (solche wie der Papst, oder Golfspieler_innen haben) herum. Zweitens herrscht auf den Inseln "Allemannsrätt" also "Jedermansrecht" - es ist also erlaubt alles zu sammeln (Feuerholz, Beeren, Pilze,...),und es darf überall für ein paar Nächte gecampt werden. Dabei verpflichtet sich aber auch jeder und jede die Natur zu schützen (nichts von den Bäumen abreißen, keine geschützten Pflanzenarten pflücken, Müll richtig entsorgen,...).
Mehr gibt es eigentlich nicht zu sagen, schaut euch einfach die Bilder an und werdet neidisch :P
liebe Grüße
Verena

Mehr gibt es eigentlich nicht zu sagen, schaut euch einfach die Bilder an und werdet neidisch :P
liebe Grüße
Verena
| Hier nicht sehr gut zu sehen, aber im Sommer ist das ein Badestrand |
Sonntag, 24. Januar 2016
Gleichberechtigung/Warteschlangen/Datumsangaben
Hallo ihr Lieben,
Mittlerweile bin ich schon 10 Tage hier, und langsam aber sicher kehrt eine Art Alltag ein. Das liegt vor Allem daran dass ich mich an die meisten Sitten langsam gewöhne/sie weiß. Ich stoße bestimmt noch auf viele Dinge die mir komisch/neu/spannend vorkommen werden, aber deswegen bin ich ja hier :) Hier mal eine Liste der Sachen an die ich mich mittlerweile gewöhnt habe:
1.) Kälte --> siehe letzter Blog Eintrag ;)
2.) Wie in Russland gibt es hier eine eigene "in der Schlange-stehen-Kultur". Fast überall wo man in einer Warteschlange steht, zieht man eine Nummer. Dem Problem der Warteschlange vor der Nummernmaschine, hat sich allerdings noch niemand angenommen...
3.) Gleichberechtigung wird nicht groß geschrieben. Kein Binnen I, und keine Floskeln die darauf hinweisen "Frauen sind eh mitgemeint", es wurde einfach ein neues Wort eingeführt das weder er (han) noch sie (hun) ist sondern einfach "hen". Gleichberechtigung geht in den meisten Fällen sogar so weit dass es keine getrennten Klos gibt, sondern einfach einzelne Kabinen, für die Männer und Frauen in der gleichen Schlange anstehen -eine großartige Idee!
4.) Sonntagsöffnungszeiten, alles hat am Sonntag offen, was allerdings weniger Schock ist, sondern mehr eine Unterstützung der Planungsfaulheit...
5.) Es ist gesetzlich geregelt, dass Kinder Reflektoren tragen müssen, sowohl einer der von vorne als auch einer der von hinten sichtbar ist. Die meisten Jacken haben diese Reflektoren ohnehin, ansonsten tragen die Kinder Reflektorenketten. Bei Erwachsenen wird es empfohlen welche zu tragen, und es sind tatsächlich viele Erwachsene (und jetzt auch ich :D) mit solchen Reflektoren ausgestattet, diese oft in coolem Design
6.) Dass die Menschen in Schweden generell offener/freundlicher sind, zeigt sich vor Allem daran, dass Professor_innen geduzt werden, bzw. beim Vornamen angesprochen werden. Auch sonst ist der Umgang mit lehrenden ein sehr freundschaftlicher, aber nicht weniger respektvoller --> auch etwas was ich hervorragend finde.
7.) Das einzige Geschäft welches nicht am Wochenende offen hat ist "Systembolaget". Dieses hat auch Freitags nur bis 19:00 offen, aus dem Grund weil es der einzige Ort ist an dem Alkohol gekauft werden kann. Ich sage euch wer sich über den Billa am Praterstern am Sonntag aufregt muss mal in den Systemboalget Freitag um 18:00 gehen. Allerdings kann man sich sicher sein auf Studienkolleg_innen zu treffen :D
8.) Die Datumsangaben, vor allem wenn um einen Termin gebeten wird, werden in Wochen gemacht. zum Beispiel: Die Hausaufgabe für Woche 4 ist..., ein bisschen gestresst hat mich dass insofern, da ich dachte dass ich die HÜ für die vierte Kurswoche, aber damit war die Kalenderwoche gemeint...
9.) Noch etwas was ich hier sehr genieße ist, dass generelle Rauchverbot in geschlossenen Räumen. Aber auch dafür haben Schwed_innen eine geniale Lösung: Kautabak. Der stört wirklich nicht, und wird auch gerne mal währen der Übung auf der Uni, in der Straßenbahn,... genossen. Nachdem es jedoch relativ grauslich aber notwendig ist in irgendwann auszuspucken, gibt es dafür Dosen, auf der einen Seite die portonierten Filterpäckchen mit Kautabak, auf der anderen Seite Platz um die gekauten Päckchen wieder auszuspucken. Das ist zugegeben schon ein bisschen grauslich, aber bei Weitem besser als der Gestank von normalen Zigaretten.
Bis bald
Verena
Mittlerweile bin ich schon 10 Tage hier, und langsam aber sicher kehrt eine Art Alltag ein. Das liegt vor Allem daran dass ich mich an die meisten Sitten langsam gewöhne/sie weiß. Ich stoße bestimmt noch auf viele Dinge die mir komisch/neu/spannend vorkommen werden, aber deswegen bin ich ja hier :) Hier mal eine Liste der Sachen an die ich mich mittlerweile gewöhnt habe:
1.) Kälte --> siehe letzter Blog Eintrag ;)
2.) Wie in Russland gibt es hier eine eigene "in der Schlange-stehen-Kultur". Fast überall wo man in einer Warteschlange steht, zieht man eine Nummer. Dem Problem der Warteschlange vor der Nummernmaschine, hat sich allerdings noch niemand angenommen...
3.) Gleichberechtigung wird nicht groß geschrieben. Kein Binnen I, und keine Floskeln die darauf hinweisen "Frauen sind eh mitgemeint", es wurde einfach ein neues Wort eingeführt das weder er (han) noch sie (hun) ist sondern einfach "hen". Gleichberechtigung geht in den meisten Fällen sogar so weit dass es keine getrennten Klos gibt, sondern einfach einzelne Kabinen, für die Männer und Frauen in der gleichen Schlange anstehen -eine großartige Idee!
4.) Sonntagsöffnungszeiten, alles hat am Sonntag offen, was allerdings weniger Schock ist, sondern mehr eine Unterstützung der Planungsfaulheit...
5.) Es ist gesetzlich geregelt, dass Kinder Reflektoren tragen müssen, sowohl einer der von vorne als auch einer der von hinten sichtbar ist. Die meisten Jacken haben diese Reflektoren ohnehin, ansonsten tragen die Kinder Reflektorenketten. Bei Erwachsenen wird es empfohlen welche zu tragen, und es sind tatsächlich viele Erwachsene (und jetzt auch ich :D) mit solchen Reflektoren ausgestattet, diese oft in coolem Design
6.) Dass die Menschen in Schweden generell offener/freundlicher sind, zeigt sich vor Allem daran, dass Professor_innen geduzt werden, bzw. beim Vornamen angesprochen werden. Auch sonst ist der Umgang mit lehrenden ein sehr freundschaftlicher, aber nicht weniger respektvoller --> auch etwas was ich hervorragend finde.
7.) Das einzige Geschäft welches nicht am Wochenende offen hat ist "Systembolaget". Dieses hat auch Freitags nur bis 19:00 offen, aus dem Grund weil es der einzige Ort ist an dem Alkohol gekauft werden kann. Ich sage euch wer sich über den Billa am Praterstern am Sonntag aufregt muss mal in den Systemboalget Freitag um 18:00 gehen. Allerdings kann man sich sicher sein auf Studienkolleg_innen zu treffen :D
8.) Die Datumsangaben, vor allem wenn um einen Termin gebeten wird, werden in Wochen gemacht. zum Beispiel: Die Hausaufgabe für Woche 4 ist..., ein bisschen gestresst hat mich dass insofern, da ich dachte dass ich die HÜ für die vierte Kurswoche, aber damit war die Kalenderwoche gemeint...
9.) Noch etwas was ich hier sehr genieße ist, dass generelle Rauchverbot in geschlossenen Räumen. Aber auch dafür haben Schwed_innen eine geniale Lösung: Kautabak. Der stört wirklich nicht, und wird auch gerne mal währen der Übung auf der Uni, in der Straßenbahn,... genossen. Nachdem es jedoch relativ grauslich aber notwendig ist in irgendwann auszuspucken, gibt es dafür Dosen, auf der einen Seite die portonierten Filterpäckchen mit Kautabak, auf der anderen Seite Platz um die gekauten Päckchen wieder auszuspucken. Das ist zugegeben schon ein bisschen grauslich, aber bei Weitem besser als der Gestank von normalen Zigaretten.
Bis bald
Verena
| Ich habe mein Fahrrad mal stehen lassen... |
| Schneechaos in Göteborg |
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| Bei einer der viiielen Infoveranstaltungen Am Bild Ich, eine Finnin, ein Österreicherin, zwei Griechinnen und noch eine Österreicherin |
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| Fika ganz klassisch- Kaffe und Kallebulle... Kallebulle ist so gut ich hab gleich abbeißen müssen |
Montag, 18. Januar 2016
Dinge die ich tue um die Kälte zu überleben
Mittlerweile bin ich schon einige Tage hier in Göteborg, die
Stadt ist echt super nett, ich hab schon wahnsinnig viele Leute kennen gelernt (vor
allem Österreicherinnen >.<) und hatte auch schon meinen ersten Uni Tag
hier. Das einzige was momentan ein gemeinsamer Nenner bei Allem ist was ich tue
ich die Kälte hier. Gestern (Sonntag) hatte es in der Früh als ich los musste
-17° C. Wie ich das ganze überlebe?
- Das logischste zuerst: Warm anziehen also viele Schichten und vor Allem Unterleiberl
- Warme Schuhe, also wirklich warme Schuhe die eine dicke Sohle haben, super angenehmes Fell innen und die auch wirklich dicht sind von allen Seiten
- Kapuzen aufsetzen, obwohl ich selbstverständlich ein Stirnband und einen Schal habe, helfen Kapuzen enorm um die kleinen feinen Übergänge von Jacke zu Schal und von Schal zu Stirnband zu schließen. Außerdem ist der Kopf eingepackt ohne dass die Frisur zerstört ist XD
- Sobald ich irgendwo drinnen bin (Straßenbahn, Geschäft, Uni,…): Kapuzen runter, Stirnband runter, Handschuhe aus und je nachdem wie lange ich mich drinnen aufhalte Jacke aufmachen oder ausziehen à dann kann ich wenn ich wieder ins Kalte muss etwas anziehen
- Auf Zehnspitzen stehen das hat (zumindest rede
ich es mir so ein) zwei Vorteile, der Körper ist ständig beschäftigt
Gleichgewicht zu halten und es ist weniger Kontakt mit dem kalten Boden da.
- So blöd es klingen mag: Zu den vielen Leuten in die Wartehäuschen stellen, da ist es windgeschützt und man wärmt sich gegenseitig (ich glaube sogar, dass deswegen so viele Leute drinnen stehen)
- Rechtzeitig aufs Klo gehen, weil es gibt nichts schlimmeres als „mir ist kalt“ Gedanken und „ich muss aufs Klo“ Gedanken gleichzeitig haben
- Die wunderschöne schwedische Winterlandschaft genießen…
Eine ganz schlechte Idee ist es übrigens die Wetter App zu aktualisieren, wenn man noch im Bett liegt, weil dann will man erst Recht nicht aufstehen...
Heute ist der Eintrag ein bisschen konfus, verzeiht mir ich
war soooo lange auf der Uni heute…
Liebe Grüße aus dem Winter Wonder Land
Verena
Donnerstag, 14. Januar 2016
Ankommande
Mein erster Bericht, aus meinem neuem Zuhause :D
Nachdem ich noch super tolle letzte Tage in Wien verbracht habe mit Snowboarden, Tiergarten, Fußball spielen und vor Allem vielen netten Leuten, war es heute endlich so weit und ich bin abgeflogen :)
Der Flug war unaufregend, außer dass von Düsseldorf nach Götheborg ein ganz ganz mini Flugzeug geflogen ist, und selbst von den 80 Sitzplätzen die das Flugzeug gehabt hätte waren nur 40 besetzt, alle hatte also zwei Plätze für sich alleine.
Als super nett, sympathisch und hilfreich hat sich gleich der Busfahrer herausgestellt, der mir einfach so ein 90 Minuten Gratis Ticket gegeben hat (sonst wäre ich hier schon 150 kr losgeworden).
Mein Vermieter/Mitbewohner war ein bisschen überrascht das ich schon da bin, der hat gedacht ich komme erst morgen an, daher ist mein Zimmer jetzt noch mehr ein Star Wars und WoW Tempel als alles andere, aber morgen kommt das Zeug weg hat er mir versprochen.
Eine kleine Weisheit zum Schluss, die ich mal wieder auf dem harten Wege lernen musste: Auch wenn das Gepäck Gewichtstechnisch hart an der Grenze ist (jedes Gepäckstück ein Kilo zu viel), kann es passieren, dass nicht eine einzige Zahnbürste eingepackt ist... Oder ich finde sie nur einfach nicht...
bis bald
Verena
Nachdem ich noch super tolle letzte Tage in Wien verbracht habe mit Snowboarden, Tiergarten, Fußball spielen und vor Allem vielen netten Leuten, war es heute endlich so weit und ich bin abgeflogen :)
Der Flug war unaufregend, außer dass von Düsseldorf nach Götheborg ein ganz ganz mini Flugzeug geflogen ist, und selbst von den 80 Sitzplätzen die das Flugzeug gehabt hätte waren nur 40 besetzt, alle hatte also zwei Plätze für sich alleine.
Als super nett, sympathisch und hilfreich hat sich gleich der Busfahrer herausgestellt, der mir einfach so ein 90 Minuten Gratis Ticket gegeben hat (sonst wäre ich hier schon 150 kr losgeworden).
Mein Vermieter/Mitbewohner war ein bisschen überrascht das ich schon da bin, der hat gedacht ich komme erst morgen an, daher ist mein Zimmer jetzt noch mehr ein Star Wars und WoW Tempel als alles andere, aber morgen kommt das Zeug weg hat er mir versprochen.
Eine kleine Weisheit zum Schluss, die ich mal wieder auf dem harten Wege lernen musste: Auch wenn das Gepäck Gewichtstechnisch hart an der Grenze ist (jedes Gepäckstück ein Kilo zu viel), kann es passieren, dass nicht eine einzige Zahnbürste eingepackt ist... Oder ich finde sie nur einfach nicht...
bis bald
Verena
Freitag, 8. Januar 2016
6 Tage nur noch...
Hallo ihr Lieben!
Damit ihr auf dem laufende bleiben könnt und ich nicht alles hundert Mal erzählen muss...
TADA.... Mein Erasmus Blog :D
Ihr könnt gerne den Link teilen sollte euch mal irgendwer fragen, der mich/dich/euch so irgendwie kennt "Hey, wie geht es eigentlich Verena in Schweden?", und euch fällt nur "ja, eh gut" ein.
Momentan bin ich noch voll dran mein Semester in Wien mit möglichst geringem Lern- und Arbeitsaufwand möglichst erfolgreich abzuschließen, und nebenbei schreibe ich meine Packliste, was denn alles in den Koffer muss. Ich bin übrigens für Tipps offen von all jenen von euch die schon im Ausland waren, momentan ist eine riiiiiesige Liste für den nicht sooo riiiiiesigen Koffer (und blöde Gepäcksbestimmungen).
Ansonsten gibt es noch nicht viel zu erzählen -Oja voll cool ist, dass ich gestern eine Mail von meiner Koordinatorin bekommen habe ich darf 5 Wochen in einem Kindergarten Praxis machen *Yeah*. Dann kann ich euch noch mehr erzählen was alles in Schweden besser ist :D
Fotos kommen natürlich auch auf den Blog ;)
bis bald
Verena
Damit ihr auf dem laufende bleiben könnt und ich nicht alles hundert Mal erzählen muss...
TADA.... Mein Erasmus Blog :D
Ihr könnt gerne den Link teilen sollte euch mal irgendwer fragen, der mich/dich/euch so irgendwie kennt "Hey, wie geht es eigentlich Verena in Schweden?", und euch fällt nur "ja, eh gut" ein.
Momentan bin ich noch voll dran mein Semester in Wien mit möglichst geringem Lern- und Arbeitsaufwand möglichst erfolgreich abzuschließen, und nebenbei schreibe ich meine Packliste, was denn alles in den Koffer muss. Ich bin übrigens für Tipps offen von all jenen von euch die schon im Ausland waren, momentan ist eine riiiiiesige Liste für den nicht sooo riiiiiesigen Koffer (und blöde Gepäcksbestimmungen).
Ansonsten gibt es noch nicht viel zu erzählen -Oja voll cool ist, dass ich gestern eine Mail von meiner Koordinatorin bekommen habe ich darf 5 Wochen in einem Kindergarten Praxis machen *Yeah*. Dann kann ich euch noch mehr erzählen was alles in Schweden besser ist :D
Fotos kommen natürlich auch auf den Blog ;)
bis bald
Verena
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