Mittwoch, 27. April 2016

Dafür? Dagegen! Dagegen?

Was sich so in Österreich tut geht natürlich nicht spurlos an mir vorbei. Das Wahlergebnis von Sonntag hat in mir (und in vielen anderen wahrscheinlich auch) Wut, Schock und Hass hervorgerufen. Hass. Ein starkes Wort für ein starkes Gefühl. Ein negatives Gefühl, dabei bin ich doch ein so positiv denkender Mensch. Zum Glück habe ich ein großartiges soziales Umfeld, eine Familie die mich unterstützt und liebt, ich habe bis jetzt großartige Bildung genossen und darf es auch immer noch. Dadurch gibt es in mir ein Gefühl das viel stärker ist als Hass, Liebe.
Es war schwer bei dem Ergebnis einen klaren -positiven- Gedanken zu fassen, Auswandern/in Schweden bleiben schien eine gute Lösung. Auf der anderen Seite schrie als in mir nach kämpfen. Auch wenn es zwei sehr verlockende Gedanken sind -sie bringen nichts.
Ich habe kämpfen noch nie gemocht. Kämpfen bedeutet es gibt eine Verliererin. Verliererin zu sein bedeutet in etwas schlechter zu sein. Ich will nicht kämpfen, ich will weder eine Gewinnerin noch eine Verliererin sein. Nicht nur deswegen habe ich mich dagegen entschieden zu Kämpfen. Den kämpfen würde der FPÖ/Herren Hofer nur in die Hände spielen. Die FPÖ versucht zu polarisieren, das kann jedoch nur gelingen wenn ein Gegenpol geboten wird -zum Polarisieren gehören zwei Seiten. Solange gekämpft wird, gibt es zwei Seiten.  Ich möchte stattdessen aktiv sein.
Ich will Menschen treffen, mit ihnen reden und etwas Gemeinsames schaffen -das geht nicht wenn ich mein Gegenüber bekämpfe.
Um gut mit Menschen reden zu können, ohne sie zu verurteilen, muss ich sie verstehen. Hier ist mein -erster- Versuch FPÖ/Hofer Wählerinnen zu verstehen.
Ich glaube Menschen die sich entscheiden ihr Kreuzerl neben die FPÖ/Hofer zu setzen haben Angst. Angst ist vollkommen natürlich. Angst ist ein Urinstinkt es gibt sie seit es Menschen gibt und es wird sie geben solange es Menschen gibt. Angst tritt in Situationen ein die wir nicht einschätzen können, unser Gehirn kennt in solchen Situationen nur Flucht oder Kampf. Ein Instinkt lässt klares/ruhiges nachdenken nicht zu -klar es geht ja ums Überleben. Menschen haben Angst vor Unbekanntem, auch das ist nachvollziehbar. Warum aber haben Menschen Angst vor Menschen? Ein Mensch ist doch nichts unbekanntes?
Ich bin überzeugt, dass Menschen nicht von sich aus Angst vor Menschen haben. Diese Angst ist künstlich produziert, durch Parteien wie der FPÖ und durch Personen wie Herrn Strache oder Herrn Hofer. Falsche Fakten und das Erstellen eines Feindbild (in dem Unbekanntes -also angst machendes betont wird) sind der Nährboden für Angst. Die FPÖ erschafft diesen Nährboden der Angst selbst, wahrscheinlich bemerken sie es selbst gar nicht. Durch das permanente Betonen von Unterschieden kann Angst wachsen.
Und wer Angst hat denkt nur mehr an Kampf oder Flucht. Schwarz oder Weiß.

Ich unterstütze das nicht. Ich möchte in einer bunten Welt leben. Kämpfen bedeutet genauso verlieren oder gewinnen. Schwarz oder Weiß.
Ich werde nicht kämpfen.
Ich will aktiv sein, ich will Menschen kennen lernen, mit ihnen ins Gespräch kommen. So können viele Menschen meine Welt bunter machen, und ich ihre.

Übersehe ich etwas? Kann mir jemand helfen meine Mitmenschen ein Stück zu verstehen? Verstehe ich etwas falsch?

Ich würde mich freuen wenn viele mit mir aktiv sind, und mir helfen die Welt ein Stück besser zu verstehen. Ihr könnt mir gerne hier in den Kommentaren eure Gedanken da lassen, oder falls ihr kein Googel Konto habt via Facebook/Mail.